Mehr als Chatbots: Wie LLMs in den Engineering-Workflow passen (CAD, Elektrotechnik, Automatisierung, Projekte, Hardware)
Erweiterte Fassung auf Basis des Originalartikels "Mehr als Chatbots: LLMs im Maschinenbau-Workflow" (2. Dezember 2025). Ziel: Fokus auf praktische Automatisierung statt "magischer Konstruktion" - vor allem dort, wo Ingenieure Zeit mit repetitiven Schritten, Dokumentationssuche, Formatkonvertierung und wiederkehrenden Berechnungen verlieren.
:::tip Kernkonzept Nutzen Sie LLMs als schnelle Schnittstellenschicht für Engineering-Systeme. Halten Sie die finalen Ergebnisse deterministisch und validieren Sie sie mit Tests, Regeln und nachvollziehbaren Quellen. :::
1) Kurzer Rückblick auf den Originalartikel: was stark ist und was zu erweitern war
Starke Ideen (beibehalten und verstärkt):
- LLMs als Schnittstelle zu Werkzeugen, nicht als "Bauteilgenerator".
- Zero-Shot-Generierung von Makros und Skripten, um die Einarbeitungszeit in APIs zu verkürzen.
- Datenextraktion aus PDFs und Tabellen in JSON-/ERP-/PDM-taugliche Formate.
- RAG über Normen für präzises Auffinden in großen Dokumenten.
- Disziplin bei der Prompt-Struktur (Kontext -> Aufgabe -> Einschränkungen).
Was häufig fehlt (in dieser erweiterten Fassung ergänzt):
- Validierung und Verantwortlichkeit: LLM-Ausgaben müssen Tests und Abnahmekriterien bestehen.
- Strategie zur Systemintegration: wie sich das LLM in IDE, Git, CI, PDM/PLM, SCADA und ERP einfügt.
- Beispiele über Rollen hinweg: Elektrotechnik, MSR/Automatisierung, Projektierung, Hardware/PCB, Qualität, Betrieb.
- Indirekte Nutzung mit hohem ROI: das LLM schreibt Hilfsskripte, Parser, Prüfungen und kleine Web-Apps für den Alltag.
- Workflow für Datenqualität: parsen -> normalisieren -> validieren -> laden, inklusive Umgang mit OCR-Rauschen.
- Sicherheit und Vertraulichkeit: Lecks von Zeichnungen, Stücklisten und Geschäftsdaten verhindern.
2) Kernidee: das LLM ist der Engineering-Klebstoff zwischen Systemen
Behandeln Sie das LLM als:
- einen Sprach- und Strukturassistenten (Aufgabe beschreiben -> Code/Vorlage/Plan erhalten),
- einen Entwurfsgenerator (Skript, Makro, SQL, Python, ST/IEC 61131-3, C#, PowerShell),
- einen Datennormalisierer (Tabellen, PDFs, Stücklisten, Spezifikationen),
- einen Normen-Begleiter (RAG, Anforderungsextraktion, Traceability-Matrizen).
Behandeln Sie das LLM nicht als:
- Ersatz für ingenieurmäßiges Urteilsvermögen,
- Quelle der Wahrheit für Normen ohne Verifizierung,
- Instanz für autonome kritische Entscheidungen.
Wo LLMs objektiv stark sind
- Textanweisungen in strukturierte Ausgaben umwandeln.
- Anforderungen in Algorithmen und Skriptgerüste übersetzen.
- Arbeit mit API-/SDK-Mustern (Baumtraversierung, Filterung, Batch-Export/-Import).
- Generierung von Dokumentation, Checklisten, Testfällen und Fehlerbehandlungspfaden.
Wo sie schwächer sind (und wie man das kompensiert)
- Räumliches und geometrisches Denken.
- Hochpräzise Mathematik "auf Vertrauensbasis".
- Selbstsichere Halluzinationen mit falschen Details.
Kompensationsmuster: strikte Ein-/Ausgaben, Tests, Referenzbeispiele, deterministische Ausführung und Abnahmeprüfungen.
3) Universelles Umsetzungsmuster: LLM + deterministisches Werkzeug + Validierung
Die besten Ergebnisse im Engineering entstehen üblicherweise mit diesem Stack:
Engineer task -> prompt -> LLM (code/template/plan)
|
v
deterministic executor
(CAD API / Python / solver / simulator / parser / CI)
|
v
validation (unit tests, rules, baseline comparisons)
|
v
result (file, report, export, DB write)
Der springende Punkt: Das LLM "erzeugt" das finale Engineering-Ergebnis nicht direkt. Es generiert Anweisungen und Code. Das Endergebnis entsteht durch deterministische Ausführung plus Verifizierung.
4) Rollenbasierte Beispiele: wo schnelle Wirkung realistisch ist
Diese Szenarien sind besonders erfolgversprechend, weil sie repetitiv, text-/tabellenlastig, API-freundlich und testbar sind.
4.1 Maschinenbau / CAD / Konstruktionsbüros
Aufgaben, die sich gut automatisieren lassen:
- Batch-Export (DXF/DWG/PDF/STEP), Druckabläufe, Blattgenerierung.
- Aktualisierung von Eigenschaften (Werkstoff, Masse, Teilenummer, Revision), Dateibenennung.
- Modellprüfungen (leere Eigenschaften, falsche Einheiten, nicht normgerechte Konfigurationsnamen).
- Berichtserstellung (Stücklisten, Massenzusammenfassungen, Änderungslisten).
- Vor-/Nachbereitung für Simulationsworkflows (CSV zu Diagrammen und Berichten).
Indirekt, aber sehr wirksam:
- Alltagswerkzeuge für Passungen, Gewindenachschlagen, Einheitenumrechnung, Prüfung von Benennungsregeln.
Beispiel: Teilenummern-Validator (Python)
import re
RULE = re.compile(r"^[A-Z]{2}-\d{4}-[A-Z]{2}\d{2}$") # Beispiel: AB-1024-XY05
def validate_part_number(pn: str) -> bool:
return bool(RULE.match(pn))
candidates = ["AB-1024-XY05", "ab-1024-XY05", "AB-102-XY05"]
for pn in candidates:
print(pn, "OK" if validate_part_number(pn) else "FAIL")
Nutzen des LLM: schnelle Generierung von Validierungslogik, CLI-Tools, PyQt-Mini-Apps und Plugin-Gerüsten, während der Ingenieur Regeln und Beispiele kontrolliert.
4.2 Elektroingenieure (Schaltpläne, Schaltschränke, Kabellisten, Berechnungen)
Starke Anwendungsfälle:
- Kabellisten, Signallisten und I/O-Listen generieren und validieren.
- Datenketten automatisieren: Lasten -> Gruppen -> Leitungsschutzschalter -> Kabel.
- Entwürfe für technische Anforderungen, Erläuterungsberichte, Gerätelisten.
- Normalisierung von Planungsdaten: Bereinigung von Benennungen, Einheitennormalisierung, Duplikaterkennung.
Beispiel: schnelles Gerüst für ein Spannungsfall-Tool
from dataclasses import dataclass
@dataclass
class Line:
length_m: float
current_a: float
voltage_v: float
r_ohm_per_km: float # Leiterwiderstand bei definierter Temperatur
def voltage_drop_percent(line: Line) -> float:
# Vereinfachtes einphasiges Modell: dU = I * R
# R = r_ohm_per_km * (L / 1000)
r_total = line.r_ohm_per_km * (line.length_m / 1000.0)
du = line.current_a * r_total
return du / line.voltage_v * 100.0
l = Line(length_m=80, current_a=32, voltage_v=230, r_ohm_per_km=1.15)
print(f"Voltage drop: {voltage_drop_percent(l):.2f}%")
Sie können das LLM bitten, Folgendes zu ergänzen:
- Kabeltabellen-Import aus CSV/Excel und Auswahlrestriktionen,
- CLI + PDF-Berichtsexport,
- Unit-Tests gegen Referenzfälle,
- Paketierung als Team-Utility.
Wichtig: Formeln und Korrekturfaktoren müssen gegen die für Sie geltenden Normen (IEC/NEC/interne Vorgaben) validiert werden. Das LLM beschleunigt die Umsetzung, nicht die Konformitätsfreigabe.
4.3 Ingenieure für industrielle Automatisierung / MSR-Technik (PLC, SCADA, DCS)
Automatisierung mit hoher Wirkung:
- PLC-Codegerüste (IEC 61131-3: ST/FBD) aus Funktionsbeschreibungen.
- Normalisierung von Tag-Benennungen und Duplikaterkennung.
- Generierung von Alarmtexten und Priorisierungsstrukturen.
- Legacy-Konvertierung: PDF-Datenblatt -> strukturierter Parametersatz -> Import ins Engineering-Tool.
- Konsistenzprüfungen über I/O-Liste, Loop-Diagramme, SCADA-Tags und Alarmlisten hinweg.
Beispiel: Funktionsbaustein-Gerüst für einen Motorstart in Structured Text
FUNCTION_BLOCK FB_MotorStart
VAR_INPUT
StartCmd : BOOL;
StopCmd : BOOL;
EStopOk : BOOL;
InterlockOk : BOOL;
FeedbackOn : BOOL;
END_VAR
VAR_OUTPUT
RunOut : BOOL;
Fault : BOOL;
END_VAR
VAR
latchedRun : BOOL;
tFeedback : TON;
END_VAR
// Startbefehl verriegeln
IF StopCmd OR NOT EStopOk THEN
latchedRun := FALSE;
ELSIF StartCmd AND InterlockOk THEN
latchedRun := TRUE;
END_IF;
RunOut := latchedRun AND EStopOk AND InterlockOk;
// Rückmeldeüberwachung (vereinfacht)
tFeedback(IN := RunOut AND NOT FeedbackOn, PT := T#3S);
IF tFeedback.Q THEN
Fault := TRUE;
latchedRun := FALSE;
END_IF;
Das LLM hilft beim Generieren des initialen Gerüsts, bei Diagnosen, Zustandsbehandlung, Timern, Dokumentation und Entwürfen für Simulationstestfälle.
Die Verantwortung des Ingenieurs bleibt nicht verhandelbar: Sicherheitslogik, Stopp-Bedingungen, Fail-Safe-Verhalten, Sensorfehlerszenarien und Werksstandards.
4.4 Projektingenieure und disziplinübergreifende Teams (Anforderungen und Koordination)
Bereiche mit sofortigem Nutzen:
- Verstreute Anforderungen in strukturierte Spezifikationen überführen.
- Automatische Generierung von Anforderungs-Traceability-Matrizen.
- Entwürfe für RFI-/RFQ-Pakete und Antwortvorlagen für Stakeholder.
- Risiken und Aufgaben aus Besprechungsnotizen extrahieren (mit Vertraulichkeitskontrollen).
Beispielablauf: Anforderungsextraktion nach JSON
Prompt-Idee: "Wandle diesen Quelltext in JSON mit dem Schema id, requirement, rationale, verification_method, priority um."
Danach:
- gegen ein JSON Schema validieren,
- in Jira/Polarion/DOORS/Confluence importieren,
- Verifikationspläne generieren.
4.5 Hardware- und PCB-Ingenieure (Stücklisten, Testautomatisierung, Firmware-Gerüste)
Ziele mit hohem Ertrag:
- BOM-Normalisierung: Hersteller, MPN, Alternativen, Einheiten, Beschreibungen.
- Generierung von Prüfstandsskripten (Python + SCPI/PyVISA, seriell, CAN).
- Firmware-Gerüste (Treiber, Zustandsautomaten, Protokoll-Handler) mit striktem Review.
- Bring-up-Checklisten und Entwürfe für Fertigungstestpläne.
Beispiel: minimaler SCPI-Identifikations-Wrapper
import pyvisa
def read_idn(resource: str) -> str:
rm = pyvisa.ResourceManager()
inst = rm.open_resource(resource)
inst.timeout = 5000
return inst.query("*IDN?").strip()
print(read_idn("USB0::0x0000::0x0000::INSTR"))
Das LLM kann schnell Wiederholungsversuche, Verbindungsdiagnosen, strukturierte Logs, CSV-/JSON-Export, CLI-UX und Testlauf-Zusammenfassungen ergänzen.
5) Vertiefende Fälle mit Umsetzungsrezepten
Fall A: Zero-Shot-CAD-Skripte mit Quality Gates
Aufgabe: alle Blechkomponenten einer Baugruppe stapelweise nach DXF exportieren, mit Ordnern und Logs.
Warum das LLM schnell hilft:
- Baugruppentraversierung,
- Blechteil-Filterung,
- Exportoptionen,
- Benennungsregeln,
- Fehlerbehandlung und Logging.
Sichere Einführungsreihenfolge:
- Ein- und Ausgaben explizit definieren.
- Ein CAD-API-Gerüst generieren (VBA/C#/Python).
- Abnahmeprüfungen ergänzen:
- erwartete Dateianzahl,
- Einhaltung der Benennungsvorlage,
- Zurückweisung von Duplikaten/leeren Namen,
- vollständiges Status-Log.
- Zuerst an einer Testbaugruppe ausführen, dann produktiv.
- Versionierung in Git mit festgeschriebenen CAD-/Plugin-Versionen.
Prompt-Vorlage für die CAD-Skriptgenerierung
Context:
- CAD: SolidWorks 2023
- Language: VBA (or C#)
- Object: active assembly (.sldasm)
Task:
- Find all sheet-metal parts, including nested subassemblies
- Export each to ./ExportDXF/<PartNumber>/
- File naming: <PartNumber>_<ConfigName>.dxf
Constraints:
- Skip suppressed components
- Never overwrite files (append suffix instead)
- Write log.csv with part, config, status, message
Acceptance criteria:
- For a 10-part sheet-metal test assembly, produce 10+ DXFs (depending on configs)
- Log must have no empty fields and include error codes
Fall B: PDF -> JSON -> PDM/ERP für Datenblätter
Aufgabe: Parameter aus Datenblättern (zum Beispiel Drucktransmittern) extrahieren und strukturierte Datensätze anlegen.
Typische Herausforderung: PDFs können text-nativ oder gescannte Bilder sein.
Empfohlene Pipeline:
- Text-PDF: Tabellen mit Python-Tools parsen (
pdfplumber,camelot,tabula) und normalisieren. - Gescanntes PDF: Schlüsselseiten erfassen und multimodale Extraktion nach JSON ausführen.
- Alles validieren:
- Schemakonformität,
- Einheitenkonsistenz,
- Quellen-Nachverfolgbarkeit (Datei, Seite, Tabellenzeile).
Minimales JSON-Schema-Beispiel
{
"tag": "PT-101",
"device_type": "Pressure Transmitter",
"manufacturer": "ACME",
"model": "X200",
"range": {"min": 0, "max": 10, "unit": "bar"},
"output": "4-20 mA + HART",
"supply": {"min": 12, "max": 30, "unit": "VDC"},
"process_connection": "G1/2",
"materials": {"wetted": "316L"},
"ip_rating": "IP67",
"source": {"file": "datasheet_x200.pdf", "page": 3}
}
Zentrale Taktik: vom Modell strikt reine JSON-Ausgabe verlangen.
Prompt-Vorlage für die Tabellenextraktion
You are given a table image (page 3). Return JSON only with this schema:
- manufacturer (string)
- model (string)
- range.min (number), range.max (number), range.unit (string)
- supply.min (number), supply.max (number), supply.unit (string)
- output (string)
- ip_rating (string)
Use null when a value is missing.
Fall C: RAG für Normen und interne Vorschriften
Aufgabe: Fragen zu Drehmomenten, Toleranzen und Kennzeichnungsregeln mit Quellenangaben beantworten.
RAG-Ablauf:
- PDFs und interne Dokumente indexieren,
- relevante Abschnitte abrufen,
- aus den abgerufenen Inhalten antworten,
- Dokument-/Seitenzitate beibehalten.
PDF/docs -> chunking -> embeddings -> vector DB
|
v
user query
|
v
top-k retrieved fragments
|
v
LLM answer + source citations
Praktische Regel: Normversion, Gültigkeitsdatum und interne Ausnahmen direkt bei jeder indexierten Quelle speichern.
Fall D: das LLM als Mikro-App-Generator für tägliche Engineering-Aufgaben
Manchmal liegt der höchste ROI in einem kleinen Dienst, nicht in einem vollwertigen "Agenten".
Beispiele:
- Webformular für Eingabeparameter -> validierter Bericht,
- Slack-/Teams-Bot für Checklisten und Normverweise,
- Excel-Add-in für Datennormalisierungsabläufe.
FastAPI-Gerüstbeispiel
from fastapi import FastAPI
from pydantic import BaseModel
app = FastAPI()
class Input(BaseModel):
length_m: float
current_a: float
voltage_v: float
r_ohm_per_km: float
@app.post("/voltage-drop")
def voltage_drop(inp: Input):
r_total = inp.r_ohm_per_km * (inp.length_m / 1000.0)
du = inp.current_a * r_total
return {"drop_percent": du / inp.voltage_v * 100.0}
Das LLM kann schnell OpenAPI-Dokumentation, Validierung, Logs, ein Dockerfile und Testabdeckung ergänzen.
6) Prompting-Praxis für Ingenieure: Vorlagen, die wirklich funktionieren
6.1 Universeller Prompt für Engineering-Code
1) Context
- Tool/version: (SolidWorks 2023 / EPLAN / TIA Portal / KiCad / Python 3.11)
- Language: (VBA/C#/Python/ST)
- Environment constraints: (offline, stdlib-only, access limits)
2) Inputs
- What comes in? (file, folder, CSV, parameters)
- At least one sample input
3) Outputs
- What should be produced? (files, report, JSON, model changes)
- Strict output format
4) Rules
- Naming, units, standards, exceptions
- Error definitions
5) Acceptance criteria
- 3-5 verifiable checks
- Preferably test cases (input -> expected output)
6.2 Immer nach Tests fragen
Prompt-Ergänzungen, die die Zuverlässigkeit erhöhen:
- "Generiere 5
pytest-Unit-Tests für die Randfälle der Formel." - "Ergänze eine Konfiguration für statische Typprüfung (
mypy) und Linting (ruff)."
Das reduziert stille Logikfehler erheblich.
7) Qualitätskontrolle: wie man LLM-getriebenes Chaos vermeidet
Das Mindestmaß an Praktiken, das in der Produktion funktioniert:
- Git für alle Skripte/Makros verwenden.
- Menschliches Code-Review verlangen.
- Logs und Ausführungsberichte führen.
- Referenzdatensätze pflegen (Testbaugruppen, Test-PDFs, Test-Tags).
- JSON Schema und strikte Ausgabeformate durchsetzen.
- Automatische Schreibaktionen ohne vorherigen Dry-Run + Bericht blockieren.
Praktische Regel: Das LLM beschleunigt die Erzeugung von Artefakten (Code, Dokumente, Tabellen), aber die Verantwortung für ingenieurtechnische Entscheidungen bleibt bei qualifizierten Ingenieuren und validierten deterministischen Werkzeugen.
8) Ein realistischer Einführungsplan für 2-4 Wochen
Woche 1: 1-2 Schmerzpunkte auswählen
- Beispiele: DXF-Export, Stücklistenbereinigung, I/O-Listen-Generierung, Spannungsfallberechnung.
Woche 2: Prototyp
- Skript + ein Testdatensatz + Ausführungslog.
- Interne README mit Anleitung zur Ausführung.
Woche 3: Qualitätsabsicherung
- Unit-Tests, Formatvalidierung, Fehlerbehandlung.
- Git-Repository und Versionsdisziplin.
Woche 4: Produktionspilot
- Einweisung des Teams.
- Pilot mit realen Daten.
- Feedbackschleife und Iteration.
9) Abschließendes Fazit
Bei LLMs geht es nicht um "lass die KI für mich konstruieren". Es geht um:
- Routineautomatisierung (Exporte, Eigenschaften, Berichte, Tabellen),
- schnellere Entwicklung interner Werkzeuge (Skripte, Rechner, Validatoren),
- strukturierte Wissensextraktion (PDF -> JSON, RAG über Normen),
- bessere Qualität durch transparente Pipelines und Tests.
Die Rolle des Ingenieurs verschiebt sich vom Schnittstellenbediener zum Automatisierungsarchitekten: Regeln definieren, Ergebnisse verifizieren und reproduzierbare Workflows aufbauen.
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